Neu-Isenburger pro RTW

Mobilität und Lebensqualität für unsere Stadt

Umweltschutz ist Grundrecht - Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 29.04.2021 !!


Unglaublich aber wahr... Die Tram 17 soll  nach Sprendlingen oder gar  Langen verlängert werden (siehe "Aktualisierungen")


Die RTW wird gebaut !

Die RTW-Gesellschafter haben am Abend des 28.11.2019 die Entscheidung getroffen: Die RTW soll gebaut werden.

W I C H T I G :

Mittwoch, den 22.05.2019 -  Sitzung der Stadtverordnetenversammliung ab 19.00 Uhr

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Bau der RTW bis zum Birkengewann.

Für den entsprechenden Antrag stimmen die Fraktionen der CDU, der Grünen, der SPD und der FWG, also eine deutliche Mehrheit.

Gegen den Bau bis zum Birkengewann stimmen die AfD, die FDP und die Linke. Hinsichtlich der FDP ist mir bekannt, dass sie den Ausbau bis zum IsenburgZentrum/Stadttor  befürwortet.
Es handelt sich um folgende Drucksachen: 18/0913, 18/1000, 18/1346, 18/1349, 18/1350, 18/1373, 18/1481.

Exkurs: Die Gesamtkosten der RTW, also von Bad Homburg/Oberursel bis Langen, belaufen sich auf 1,1 Mrd. Euro, Kostenstand Herbst 2019. Die Gesamtstrecke der RTW innerhalb der Stadt Neu-Isenburg, also von der Kreuzung Siemensstraße/Carl-Ulrich-Straße bis zum Birkengewann soll bei ca. 3 Kilometern liegen, wobei 1,4 Km auf den westlichen und 1,6 km auf den östlichen Teil entfallen.


Willkommen auf meiner Webseite

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Isenburger,

die Arbeiten zur Realisierung der RTW haben inzwischen Fahrt aufgenommen, ein langjähriger Wunsch vieler Bewohner und Pendler aber auch der lokalen Wirtschaft wird nun von der Politik aufgegriffen und hoffentlich auch verwirklicht.

Unsere Stadt hat inzwischen 40.000 Einwohner, durch die Bebauung der neuen Stadtteile Birkengewann und  Südquartier wird diese Zahl auf jeden Fall deutlich überschritten. Hinzu kommt ab frühestens 2021 die Eröffnung eines Teils des neuen Fraport-Terminals 3. Auch diese Infrastrukturmaßnahme und die damit entstehenden neuen Arbeitsplätze werden den Zuwanderungsdruck nach Neu-Isenburg aufrecht erhalten. 

Verkehrstechnisch ist die Stadt insbesondere von folgenden Axiomen geprägt:

1. Die Ost-West-Achse, also die Friedhofstraße und deren Fortsetzung, die Carl-Ulrich-Straße. Das ist die Haupt-Staustrecke der Bewohner und Pendler. Gleichzeitig fahren hier (u.a.) auch die beiden Diesel-Buslinien Richtung Flughafen sowie der X-tra-Langsam-Diesel-Bus nach Offenbach bzw. Langen. Ein weiterer Langsam-Bus bemüht sich, irgendwann am Frankfurter Südbahnhof anzukommen - wenn er denn kommt. Die Friedhofstraße ist leider vierspurig ausgebaut, das lockt weitere Pendler zum Durchfahren. Der Radweg auf der nördlichen Seite der Friedhofstraße wird wenig bis gar nicht genutzt, wer atmet denn schon gern die ganzen Abgase ein?

Diese Ost-West-Achse trennt aktuell unsere Stadt physisch und sozial in einen Nord- bzw. Südteil. Dies ist die Konsequenz des vierspurigen Ausbaus, des weiter steigenden PKW-Verkehrs und der fehlenden umwelt- und menschengerechten Alternativen für Bewohner und Pendler.

Die Achse Friedhofstraße/Carl-Ulrich-Straße ist in ihrer jetzigen Gestaltung DAS Problem.

2. Die Nord-Süd-Achse, das ist die Frankfurter Straße Richtung Frankfurt bzw. Richtung Dreieich. Von Frankfurt aus kommend ist sie bis zur Kreuzung Friedhofstraße/Carl-Ulrich-Straße als triste, grünlose, baumlose, trockene, langweilige, belanglose Durchfahrt- und Einkaufsstraße realisiert. Kaum Sitzmöglichkeiten, keine Ruheplätze, kein Spielplatz, kein Radweg, keine Schattenspendende Bäume, nur wenige Qualitätsgeschäfte. Das Gegenteil einer attraktiven Flaniermeile. Am südlichen Ende Richtung Dreieich bzw. von dort kommend ein einziger Stau. Im Gegensatz zur Ost-West-Achse hat die Frankfurter Straße keine stadtteilende Wirkung; sie ist zweispurig, es gibt mehrere Fußgängerampeln. De facto hat sie keine besondere zivilisatorische, die Bürger dienende Funktion; die Bevölkerung bedient sich hierzu des Komplexes Stadtbücherei/Hugenottenhalle/Einkaufzentrum. Den Niedergang der Frankfurter Straße beobachten die Alteingesessenen mit großem Bedauern. Einzige Ausnahme: Sommerfestivals, während denen die Straße für die PKWs an einzelnen Tagen gesperrt wird sowie der Faschingszug. Inzwischen gibt es zur Frankfurter Straße ein Stadtumbauprojekt, dies ist jedoch ein anderes Thema und soll hier nicht vertieft werden.

3. Die Stationen der S-Bahnen 3 und 4 am westlichen Ende der Stadt sowie der Tram Nr. 17 ganz im Norden, auf Frankfurter Gelände, entkoppeln den überwältigenden Anteil der Isenburger vom ÖPNV. Beide Haltestellen sind zu weit von der Isenburger Kernstadt entfernt. Um überhaupt dorthin zu gelangen braucht man entweder den PKW, sein Fahrrad oder man ist gut zu Fuß oder nimmt einen der langsamen Diesel-Busse und hofft, dass der nicht zu lange im Stau steckt. Die tägliche Erfahrung zeigt, dass die Akzeptanz der beiden Haltestellen deutlich an der zu langen Entfernung zur Innenstadt leidet.

Resümee:

Die Anbindung des Isenburger Stadtkerns sowie des neuen Ostteils Birkengewann an die RTW ist m.E. unbedingt erforderlich. Für die Menschen vor Ort bedeuten die Reduzierung der Vekehrsströme, des Lärms,  der Abgase, der bequemeren und schnelleren Fahrt zur Arbeit  eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität. Es ist kein Zufall, dass hierbei der Bund, das Land Hessen und sogar die Europäische Union Mittel zur Verfügung stellen. Der Ballungsraum Rhein-Main gehört zu den bedeutendsten Agglomerationen West-Europas; Neu-Isenburg befindet sich mittendrin, die Bedeutung einer funktionierenden RTW ist überregionaler und sogar übernationaler Natur.

(Die hier erfolgten Erörterungen sind selbstverständlich nicht vollumfänglich und abschließender Art).

Wichtiger Hinweis:

Hiermit mache ich von meinem gem.  Art. 5 des Grundgesetzes geschützten Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Ich bin nicht Mitglied einer   politischen Partei oder ihr nahestehenden Organisationen, kein Mitarbeiter einer an diesem Projekt irgendwie beteiligten staatlichen oder privaten Stelle oder eines mit der Durchführung des RTW beauftragten Unternehmens, auch nicht Mitglied einer anerkannten Naturschutzorganisation. Der hier erstellte Internetauftritt wird ausschließlich von mir selbst finanziert und verwaltet.

Stattdessen bin ich seit den 1960ern Jahren Einwohner und Bürger dieser Stadt, habe den größten Teil meines Lebens hier verbracht und sehe durch die RTW die Möglichkeit, den sich anbahnenden verkehrstechnischen Kollaps noch zu verhindern und in Neu-Isenburg endlich eine zukunftsorientierte, technisch fortschrittliche, klimaschonende und menschenfreundliche Verkehrsinfrastruktur zu installieren. Die RTW wird nicht das Problem der Frankfurter Straße, also der Nord-Süd-Achse beheben, aber die Ost-West-Problematik ist gravierender und hat Priorität.

Ich persönlich verwahre mich dagegen, dass  politische Parteien oder Organisationen (z.B. ADAC) für sich in Anspruch nehmen, für "die Autofahrer" zu sprechen. Es gibt keinen Einheitsautofahrer, der überall und jederzeit freie Fahrt sowie kostenlose Parkplätze verlangt. Innerhalb Neu-Isenburgs bin  ich fast nur mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs. Aber auch außerhalb unserer Stadt wird das Auto nur dann benutzt, wenn z.B. der ÖPNV  nicht gut genug ausgebaut ist, etwa am Wochenende.  In Neu-Isenburg wird seit Jahrzehnten eindeutig das Auto priorisiert. Die Folgen kann man insbesondere in Gravenbruch sehen, das inzwischen eine Art zugeparkte Autostadt mit Anliegerwohnung ist. Neu-Isenburg ist eine der Gemeinden des Frankfurter Speckgürtels, die ihre Verkehrsplanung bis dato an die Stadt Frankfurt augelagert haben. Dies wird nun allmählich korrigiert.


Aktualisierung vom 20.12.2020:  Seit einigen Monaten bin ich Mitglied des Fahrgastverbands Pro Bahn Regionalverband Großraum Frankfurt e.V.

In der Mitgliederversammlung vom  07.10.2020 wurde ich zum stellv. Vorsitzenden des Verbands gewählt.

Eines meiner Hauptaufgabengebiete sind die verkehrstechnischen Belange der Stadt und des Landkreises OFF.

http://www.pro-bahn-frankfurt.de/haltestelle.htm

Kontakt-Email: aspekte@neu-isenburger-pro-rtw.eu
                        

Presseerklärung: